WirbelDienstag: SonntagsSession (wie ich organisiert bleibe oder es zumindest versuche)

Es ist nicht immer einfach bei allem auf dem Laufenden zu sein. Mit drei Kindern, Studium und dem restlichen normalen Wahnsinn kommt da einiges an Terminen und Co zusammen.
Um mir das Leben etwas zu erleichtern, habe ich vor einiger Zeit begonnen, mich sonntags mit mir selbst zu verabreden.
Wenn die Kinder alle im Bett sind und das größte Chaos beseitigt ist, setzt ich mich an meinen Schreibtisch für die „Sonntags-Session“.
Ich habe mir zu Beginn des Jahres einen Plan erstellt mit all den Dingen darauf, die ich regelmäßig erledigen möchte und sollte. Diesen Plan habe ich ausgedruckt ,laminiert und in mein „Sonntags-Fach“ gelegt.

Diese Ablage steht auf meinem Schreibtisch, zusammen mit meiner Liste. Und hier hinein kommt alles, was die Woche über an Papierkram anfällt: Rechnungen, die bezahlt werden wollen, Elternbriefe aus der Schule, irgendwelche Formulare, Einladungen,…
Das allermeiste hat nämlich ein paar Tage Zeit, bis es erledigt sein muss. Und so sammle ich die Woche über und gehe dann an einem Abend durch den ganzen Stapel. Aber dazu gleich mehr.

Das ist mein Sonntagsplan, so wie ich ihn mir ausgedruckt habe. Ich möchte nun kurz auf die einzelnen Punkte eingehen, denn nicht alles ist selbsterklärend:
  • Wochentermine besprechen
    Ich schaue mit meinem Mann zusammen die Termine der kommenden Woche durch. So können wir uns direkt absprechen, wer zum Beispiel wann welches Kind wo abholt, wer wann das Auto braucht,… 
  • Wochenplan machen
    Alle Termine trage ich dann in unseren Wochenplan ein. (Wie genau dieser aussieht, verrate ich Euch am Donnerstag.)
  • Familientag planen
    Sonntag ist Familientag. Das heißt, dass wir entweder zusammen einen Ausflug machen oder sonst irgendwie gemütlich Zeit miteinander verbringen. Da ich hier die aktivste bin, bin ich auch dafür zuständig, mir was Feines für den Sonntag zu überlegen.
  • Paarzeit planen
    Immer Mittwochs versuchen auch mein Mann und ich bewusst Zeit miteinander zu verbringen. Was wir machen, entscheiden wir abwechselnd. Also in jeder zweiten Woche bin ich dran.
  • ToDos einfügen
    Anschließend gehe ich meine ToDo Liste durch und trage einige Punkte auch in unseren Wochenplan ein. So kann ich Lücken sinnvoll füllen oder Fahrten mit dem Auto mit diversen Erledigungen kombinieren.
  • Geburtstage einfügen
    Ein Blick auf den Geburtstagskalender. Spricht wohl für sich.
  • Müll einfügen
    Da es mich stört, wenn alle unsere Mülltermine im laufenden Kalender eingetragen sind (der ist eh schon so voll!) bin ich dazu übergegangen nur die aktuell anstehenden Mülltermine in unseren Wochenplan einzutragen.
  • Essensplan fertig
    Ein kurzer Check, ob unser Essensplan fertig ist. Mehr dazu hier (->klick).
  • Einkaufsliste schreiben
  • Essen Joni bestellen
    Unser Sohn ißt drei mal in der Woche in der Schule. Das Essen hierfür können wir über das Internet vorbestellen. Meistens macht er das alleine, aber zur Sicherheit schaue ich noch mal nach. Nicht das das arme Kind dann ohne Essen in der Mittagspause steht. (Der wächst gerade und hat immer so einen Bärenhunger!)
  • Dealer checken (eigentlich Diler, aber ich fand es lustiger so)
    Eben dieser hungrige Sohn ist seit den Sommerferien auf einer Gemeinschaftsschule, die ein etwas anderes Konzept hat, wie die uns bekannten Schulformen.
    Diler ist eine Plattform im Netz, auf der Gespräche zwischen meinem Sohn und seinem Coach dokumentiert werden. So bin ich immer auf dem Laufenden.
Bis dahin war es schon eine Menge Zeug. Aber lasst Euch nicht abschrecken, denn vieles davon dauert nur zwei Minuten!!
Und außerdem kommen wir jetzt langsam zum Schönen Teil des Abends:
  • Fotos vom Handy laden
    Während ich die nächsten beiden Punkte erledige, lade ich im Hintergrund schon mal alle Fotos von meinem Handy und lösche sie dort auch direkt im Anschluss.
  • Inbox Zero
    Ich versuche die Inbox meiner Mails möglichst leer zu halten. Alles was bisher noch nicht bearbeitet oder beantwortet wurde, wird nun erledigt. 
    Oder eben einfach nur gelöscht. Mehr dazu gibt es hier (->klick).
  • Postfach Zero
    Oben habe ich Euch ja schon mein Papierpostfach gezeigt. Nun also geht es dem Papierstapel an den Kragen. Entweder erledigen, zerreissen oder abheften. Ich versuche möglichst nichts übrig zu lassen. Und Dinge, die ich beim besten Willen noch nicht erledigen kann kommen in eine Klarsichthülle zurück in das Sonntag-Fach. Zur späteren Bearbeitung.
  • WochenGlückBlick
    Endlich! Aus den Fotos meiner Woche suche ich einige schöne heraus und schreibe den WochenGlückBlick. Das ist definitiv keine Pflicht, sondern die Kür. ;o)
  • Woche in Jahrbuch
    Ich liebe Fotobücher!! Und meine Jahrbücher ganz besonders. Auch dieser Punkt ist recht komplex und verdient einen eigenen Post. Kommt gleich auf die Liste für nächste Woche.
  • Lächeln!
Ich gebe zu, dass das Ganze nicht in 30 Minuten erledigt ist. Das ist schon Abendfüllend. Aber diese Zeit ist es mir definitiv wert! Ich vergesse weniger und habe auch das Gefühl, dass ich mehr erledigt bekomme. So hole ich die Zeit locker wieder raus! 
Und es ist so ein gutes Gefühl, einen Überblick zu haben, von dem, was mich in den kommenden Tagen erwarten wird, ohne böse Überraschungen. Das Leben bietet so schon genug spontane Abwechslung. Versprochen!

WochenGlückBlick {22.03.2015}

 So langsam fange ich an, meine Sonntag Abende sehr zu mögen. Zuerst plane ich die neue Woche etwas durch und anschließend klicke ich mich in aller Ruhe durch die Fotos der vergangenen Woche und freue mich sehr über die kleinen Schätze, die ich da entdecke.
Vor allem an so Tagen wie heute (um es kurz zu machen: Es war nicht mein Tag!) tut es so gut zu sehen, wie schön ich es doch eigentlich habe und für wie viele Momente ich dankbar sein kann.

Deswegen hier wieder ein paar kleine Glücksmomente, die mich jetzt auch wieder strahlen lassen:

Immer wieder sind unsere beiden Kater ein Highlight. So ein entspanntes Fellbündel im Zimmer, macht jeden Raum gleich viel gemütlicher!

Stolz wird hier das selbst ausgesägte Holzherz mit Glitzer verziert. 

Einen netten Abend mit gutem Wein, leckerem Essen und tollen Menschen in der Lorenzstrauße. (Und wenn ihr jetzt nicht wisst, was eine Strauße ist, dann habt ihr definitiv was verpasst!)

Es dauert nicht mehr lange, dann steht der Magnolienbaum in voller Blüte. Dann weiß ich, jetzt ist der Frühling wirklich da!!
Von einem Ereignis sind die Fotos auf Grund der schlechten Lichtverhältnisse leider nichts geworden. Aber weil es so ein besonderer Abend war, möchte ich ihn in meiner GlücksMomenteSammlung nicht missen:
Der Abschlussball unserer großen Tochter!!
Als mein Mann, der mir bisher jeden Tanz konsequent verweigert hat, auf dem Ball einen Walzer mit unserer wunderhübschen Tochter getanzt hat und die beiden sich so selig und glücklich angestrahlt haben, da ist bei mir glatt ein Freudentränchen gekullert! Sooo schön!!
Jetzt steht noch eine Schulwoche an und dann beginnen bei uns die Osterferien. 
Ich wünsche Euch eine tolle Woche!

Der Küchensafe

Manchmal stolpert man beim sinnlosen durchs Netz klicken auf sehr geniale Ideen. 
Auf diese hier bin ich gestern Abend gestoßen und ich fand sie so brilliant, dass ich sie gerne mit Euch teilen möchte:
Weder besitze ich so einen „Selbstbetrugverweigerer“, noch bekomme ich von der Firma Geld dafür, dass ich hier werbe. Ich fand einfach nur die Idee so genial!
Was mich ein bißchen schockiert hat,… denn wenn ich diese Art der Verwahrung so toll finde, sagt dass ja auch viel über meine Selbstdisziplin und mein Durchhaltevermögen aus. ;o)
Man kann jedoch nicht nur Süßigkeiten darin sichern, sondern auch elektronische Geräte. Hat jemand außer mir vielleicht Kinder im fortgeschrittenen Alter und spontan eine Ahnung davon, worauf ich hinaus will??
Aber jetzt wünsche ich Euch erst mal eine tolles Wochenende! Meines hat schon wundervoll begonnen, aber davon mehr beim WochenGlückBlick!!

WirbelDonnerstag: wöchentlicher EssensPlan

Am Dienstag habe ich Euch ja versprochen, Euch meinen „Speiseplan“ vorzustellen.
Und dies möchte ich nun gerne tun:
In unserer Küche hängt direkt neben dem Kühlschrank unsere große Tafel. Die obere Hälfte ist für unseren EssensPlan und die untere für meine tägliche Aufgaben- und Erinnerungsliste.

Diese Tafel ist ganz einfach selbst gemacht: eine alte Schranktüre (diese ist  vom Möbelschweden aus der Fundgrube) und zwei dicke Anstriche Tafellack. 
Anschließend habe ich mit dem Beschriftungsgerät (hat dieses Gerät einen richtigen Namen??) die Wochentage ausgedruckt und einfach draufgeklebt. Alternativ kann man auch einfach einen weißen Permanent Marker nehmen. Schon fertig!
Das spannende ist aber die Nutzung. Hier unser Plan für diese Woche:

Immer am Sonntag Abend frage ich die Kinder nach ihren Wünschen. Jedes Kind in der Familie hat einen Wunsch frei. So gibt es manche Gerichte zwar fast jede Woche, aber dafür kann sich jeder auch auf was ganz besonderes freuen. Mein Mann ist zum Glück ganz einfach. Ihm schmeckt alles und er ist für alles dankbar! ;o)
Anschließend schaue ich mir die kommende Woche im Kalender an, ob irgendwas Besonderes ansteht (so wie diese Woche, da habe ich am Dienstag einen Termin der über Mittag geht und zum Glück zaubert die Oma dort was Feines auf den Tisch. DANKE!)
Anschließend verteile ich zuerst die Wünsche der Kinder in den Plan.
Seit ein paar Wochen versuche ich es mit einer groben, immer gleichen Grobstruktur, die folgendermaßen aussieht:
  • Montag: ein neues Rezept ausprobieren (da aber der Kühlschrank grad so voll ist, gibt es statt dessen kreative Restepfanne und Salat)
  • Dienstag: Pfannkuchen, Wraps oder sonst etwas zum Füllen
  • Mittwoch: Pizza (alternativ Flammkuchen oder Quiche)
  • Donnerstag: Kartoffeln
  • Freitag: Pasta
  • Samstag: KiKo -> KinderKochen: Wenn es das Wochenende zeitlich zulässt kocht eines der Kinder (ich bin nur die Küchenhilfe). Was? Darf das Kind sich natürlich aussuchen.
  • Sonntag: Fleisch oder Fisch
Wir versuchen nur noch einmal die Woche Fleisch zu essen, da das große Tochterkind schon lange vegetarisch lebt und wir es aus ethischer und ökologischer Sicht sinnvoll finden, den Fleischkonsum zu reduzieren. Dafür achten wir nun mehr auf die Qualität des Fleischs.
Dieser Plan ist natürlich nicht in Stein gemeißelt. Aber er hilft bei der Ideenfindung und macht es abwechslungsreich, ohne dass ich mir jede Woche neu den Kopf zerbrechen muss. Hilfreich ist da natürlich auch mein Rezeptschatz (->klick), wenn ich den durchblättere, füllt sich die Tafel in null Komma nix.
Außerdem freue ich mich, dass es seit dem weniger Nudeln gibt (denn ich wohne mit Nudelmonstern zusammen und ich bin definitiv ein Kartoffelkönig!)
Wir machen den Plan nun schon mehrere Jahre und er hat sich sehr für uns bewährt:
  • Das Einkaufen ist viel leichter, da ich schon am Sonntag Abend weiß, was ich für die kommende Woche brauche. So kaufe ich viel gezielter ein und es werden deutlich weniger Lebensmittel schlecht.
  • Die Kinder wissen schon am morgen, was es am Mittag zu Essen gibt und können sich darauf einstellen. Außerdem ist es auch nicht ganz so schlimm, wenn es heute „nur“ Kartoffeln gibt, weil morgen stehen ja dann wieder Nudeln auf dem Tisch.
  • Die kreative Kochpanik, die mich früher immer um die Mittagszeit überfallen hat, ist wie weggeblasen. Kein „Was mach ich denn nur heute?“ und „Mist, die Butter ist alle“ Gejammer schallt mehr durch unser Haus.
  • Auch gut zur Resteverwertung geeignet. Wenn ich weiß, heute gibt es Nudeln mit Soße, kann ich ja super einen Nudelauflauf für den nächsten Tag planen.

WirbelDienstag: Rezeptsammlung

Vor einiger Zeit ging es meinen zahllosen Kochbüchern an den Kragen. Viele von denen standen unbenutzt im Regal, aus einigen kochte ich immer nur ein und dasselbe Rezept, andere waren unglaublich kompliziert mit 17 Zutaten, die man alle garantiert nicht im Haus hatte,…
Und so habe ich meine Kochbücher auf meine absoluten Lieblinge reduziert. Jetzt besitze ich noch drei Kochbücher!! Und die habe ich auch wirklich regelmäßig im Gebrauch. 
(O.K., das „Ein Fest im Grünen“ wird weniger zum Kochen, als zum drin Blättern und sich freuen benutzt, aber damit hat es sich auch einen kostbaren Platz in meinem minimalistischen KochbuchRegal erkämpft!).
Natürlich war die Frage, was machen mit den aussortierten Büchern? Und den ganzen Zetteln der Rezepte, die ich irgendwann mal irgendwo abgeschrieben habe??
Und wie ist es mit den Köstlichkeiten, deren Anleitung ich im Internet entdecke (auf Chefkoch, Blogs,…) ?
Meine Lösung ist dieser weiße Steckschnellhefter. Hier hinein kommen alle Rezepte, die ich aus Zeitschriften rupfe, mir aus dem Netz ausdrucke, die auf Schmierzettelchen verewigt sind,…
Und wenn sie Glück haben, werden diese dann auch ausprobiert, nachgekocht und der Familie zur Verkostung vorgesetzt.

Und die Rezepte, die das harte Urteil meiner Familie überstanden haben, die ich gerne auch mal wieder nachkochen möchte, die bekommen einen Ehren-Platz in meinem Rezept-Ordner.
Hier drin stehen alle unsere Lieblingsrezepte, auch die, die ich schon in und auswendig kann. So ist es mit der Zeit auch den Kindern möglich, unsere Lieblingsspeisen nachzukochen.
Dieser kleine, dicke A5 Ordner ist in vier Rubriken Unterteilt:
  • Salzig (Hauptmahlzeiten, salziges Gebäck, Salate, Suppen,…)
  • Süß (Kuchen und süßes Gebäck aller Art)
  • Brot und Brötchen
  • Sonstiges (Knete, selbstgemachter Joghurt, Holunderblütensirup,…)
Ich habe es also nicht allzu kompliziert gemacht. Und diese Unterteilung genügt mir auch. 
Jedes Rezept wird abgeschrieben, und zwar nur mit den allernötigsten Informationen, und dann in eine Klarsichthülle gesteckt und eingeheftet.
So habe ich mir mit der Zeit ein wahres Schatzkästchen der Küche geschaffen. Ein Meisterwerk der Kochkunst (jedenfalls meiner kleinen Familie), in dem alles zu finden ist, was wir gerne essen. Keine Enttäuschungen und nichts allzu Kompliziertes und vor allem auch kein Gesuche mehr im Zettelwirrwarr.
Es macht Spass, durch den Ordner zu Blättern und er ist eine große Hilfe beim Füllen unseres wöchentlichen Speiseplans (dazu mehr am WirbelDonnerstag).
In diesem Sinn, kocht heute was Leckeres und Guten Appetit!

WochenGlückBlick {15.03.2015}

Ich bin noch ganz im Glück nach unserem kurzen, aber wundervollen Ausflug heute zu Bekannten, die gerade Lämmchen bekommen haben!!
Es ist mir schwer gefallen, nicht nur Bilder dieser niedlichen Tiere auszusuchen. Aber die Woche ja durchaus noch mehr Schönes passiert und das möchte ich Euch nun mit Euch teilen:
Ohne Worte!

Dieses kleine Lamm ist gerade mal fünf Tage alt und wird mit der Flasche groß gezogen, dadurch war es unglaublich zutraulich. Die Jüngste durfte ihm stolz die Flasche geben und anschließend ist es fast auf meinem Arm eingeschlafen. 
Meinem (schlanken!) Mann ist der Süßigkeitenvorrat ausgegangen, oh Schreck!
Deswegen sind wir beide in der Mittagspause schnell durch die Sonne in unseren Dorfladen geflitzt und haben reichlich nachgefüllt.
Und wisst Ihr was? Wir waren beide so voller Glück, wie reich wir sind! Reich, dass wir uns das einfach leisten können und reich, weil wir so sehr im Überfluss leben.

Einen Vormittag alleine durch den Möbelschweden zu bummeln, ist auch ein kleiner Luxus!

Ein unglaublich netter Geburtstag mit wahnsinnig leckerem Fingerfood.

„Das habe ich gerade gefunden und musste an Dich denken.“
Was für eine nette SMS mitten im Alltagstrubel.

Eine Freundin hat uns diese Eier von den Hühnern ihrer Eltern mitgebracht. Ist das nicht viel fröhlicher, als die uniformen Eier im Karton aus dem Supermarkt? (Vor allem das Grüne hat es uns angetan!)
Und ich bin mir sicher, diese Eier werden auch fantastisch schmecken! 
Es ist auch noch wieder so viel mehr passiert, wie der Ikea-Ausflug mit meinen Eltern, ein schöner FFF- FröhlicherFreundeFreitag (was das ist, seht ihr hier),
und mehr als ein Abendessen mit der Familie, bei dem Lachtränen geflossen sind (danke Tochter, für die unvergessliche „Lautsprecher-Idee“).
Ich bin gespannt, was die neue Woche für uns alle an Glücksmomenten bereit hält…

Der Mülltüten-Trick

Heute habe ich einen kleinen „Dasichdanichtselbstdraufgekommenbin-Tip“.
Als ich diesen Trick zum ersten mal bei einer Putzfrau im Krankenhaus gesehen habe, da muss ich ganz schön blöd geschaut haben.

Habt ihr manchmal auch so AHA-Effekte?

Die Damen in der Klinik hatten nämlich in jedem Mülleimer ganz unten (also unter der Tüte) die passende Mülltüten-Rolle „versteckt“.
Ist das nicht simpel und clever zugleich? Kein gerenne mehr durchs ganze Haus, weil der Tütenvorrat bei uns natürlich im Rumpelkämmerchen im Erdgeschoss ist.
Keine Ausrede mehr, da das Mülltütenwechseln so nur einen Bruchteil der Zeit kostet.
Ich war begeistert!
So habe ich nun einen großen Mülltütenvorrat eingekauft und jede einzelne Tonne mit der passenden bestückt. Neue Tüte drüber gespannt. Fertig!
Und falls Ihr das eh schon seit Jahren so macht: Herzlichen Glückwunsch!
Da seid ihr mir aber ein paar durchsichtige Knisterrollen voraus gewesen. ;o)

WirbelDonnerstag: Zu gut für den Müll

Tja, und da ist er wieder. Der Karton mit all den Dingen, die wir nicht behalten wollen, die aber wirklich noch zu gut sind, um sie wegzuschmeißen.
Je nachdem, was Ihr für eine Einheit durchgewirbelt habt, können dies auch sehr unterschiedliche Sachen sein: Kleidung, Bücher, Geschirr, Spielzeug,…

Bei vielen dieser Gegenstände, fällt uns die Trennung auch deswegen so schwer, weil wir für sie mehr oder weniger viel Geld ausgegeben haben. Und nun einfach weggeben? Deswegen hier zuerst ein mal ein paar Ideen, wie ihr doch noch etwas Geld für Eure Sachen bekommen könnt:

  • Wer Zeit und Lust hat, kann manche Gegenstände auch wieder verkaufen. Hier bieten sich Seiten wie  eBay (oder eBay Kleinanzeigen) an. Doch würde ich das nur empfehlen, wenn sich mit den Dingen auch wirklich noch etwas verdienen lässt. Der Aufwand mit Reinstellen, Verpacken und Verschicken ist doch relativ groß.
  • Oder wie wäre es, ein paar der „Ist-noch-gut-aber-nicht-behalten-Kartons“ im Keller zu stapeln und dann einen lustigen Samstag auf dem Flohmarkt zu verkaufen? Gerne mit der besten Freundin, dann macht es noch mehr Spass!
  • Bücher, CD´s und DVDs kann man recht einfach über rebuy.de oder momox.de verkaufen. Hier sieht man auch gleich, wie viel jedes Teil wert ist. Das geht wirklich schnell und hier macht „Kleinvieh eben auch Mist“.
  • Und für gebrauchte Kleider kann ich kleiderkreisel.de empfehlen.
    Oder einfach mal im Second-Hand-Lagen nachfragen. (Ja, die gibt es immer noch!)
Wir verkaufen hier äußerst selten Dinge. Der Aufwand ist  groß und es gibt immer jemanden, der sich freut, wenn man die Sachen einfach so vorbeibringt:
Hier die kleine „Verschenke-Liste“:
  • Erwachsenen Bücher: Bei uns gibt es öffentliche Bücherregale, in die man seine Bücher einfach reinstellen kann und dafür, wenn man möchte, ein anderes wieder mitnehmen kann. Das Prinzip finde ich fantastisch.
    Oder Ihr fragt in Eurer Bibliothek nach, ob die Interesse an (aktuellen) Büchern haben. Das hat den Vorteil, dass ihr sie euch auch jederzeit wieder ausleihen könnt.
  • Kinder Bücher: Fragt in Klinikambulanzen oder Arztpraxen nach. Oft werden Kinderbücher dort sehr dankbar für die Wartebereiche entgegengenommen. (Und die kleinen Patienten macht ihr damit auch noch glücklich!)
  • Kleider: Ich bin kein Freund der Container für Altkleider. Ich weiß nicht, was an den Gerüchten dran ist, aber ich habe irgendwie kein so gutes Gefühl dabei. (Es sei denn es handelt sich um alte Socken oder löchrige Handtücher).
    Deswegen bringe ich unsere Kleider zu einer caritativen Einrichtung. Hört Euch mal um. so etwas gibt es bei Euch in der Gegend sicherlich auch!
  • Kinderspielzeug: Fragt im Kindergarten nach oder hängt dort eine Liste aus. Ist doch toll, wenn Dinge von mehreren Kindern bespielt werden.
  • Nette Kleinigkeiten: Ich habe eine „Verschenke-Schublade“. Dort hinein kommt alles, worüber ich stolpere und mir sofort jemand einfällt, der sich darüber freuen könnte. Zum Beispiel ein Buch, das mir zwar gefallen hat, ich aber nicht mehr lesen möchte? Zack – Post-it mit Namen der Freundin drauf und ab in die Schublade. (Und nicht vergessen, hin und wieder auch ein paar der „Geschenke“ an ihre Adressaten zu überreichen.)
Und jetzt kommt mein ultimativer Geheimtipp! Hätte ich das früher gewusst, wäre mir so manche „Oh-Gott-wohin-damit-Unsicherheit“ erspart geblieben.
Bei uns in der Stadt gibt es mehrere Second-Hand-Kaufhäuser. Meines heißt „Fairkauf“.
Dies ist eine Einrichtung die von Langzeitarbeitslosen betrieben wird. Man kann dort jederzeit ganze Kisten gut erhaltener Dinge abgeben. Dort werden die Dinge noch einmal gesichtet (aber erst, nachdem ich weg bin) und in ihrem Kaufhaus wieder zum günstigen Preis angeboten.
Das herrliche ist, dass dort fast alles angeboten wird: Möbel, Kleider, Schuhe, Spielzeug, Schmuck, Bücher, CDs, Geschirr, Dekokram,… Das heißt für mich, ich werde auch fast alles los. Die gesamte, gemischte Kiste kann ich einfach dort abgeben.
Jedes mal, wenn ich dort einen Kofferraum voller Dinge hingebracht habe, fühle ich mich doppelt gut. Erstens, weil ich den Kram ein für allemal los bin und zweitens, weil ich damit tatsächlich noch jemandem eine Freude machen konnte.

Und wer noch mehr über dieses tolle Konzept erfahren möchte, der bekommt in 
dieser Broschüre (-> klick)noch mehr Infos und hoffentlich auch Motivation zu spenden.

So schön kann es also sein, seine Dinge loszuwerden. ;o)

WirbelDienstag: Wohin mit all dem Krust?

Es ist schon gut sechs Jahre her. Damals lebte ich mit meinem Mann in einer alten 4-Zimmer-Wohnung. Unsere Familie war gerade um ein Wesen gewachsen und wir hatten das große Glück, dass in der Nachbarschaft ein kleines, schnuckliges Häuschen mit Garten frei wurde, in das wir umziehen konnte – herrlich, endlich ein Garten!

Es ab nur ein klitzekleines Problem: der Umzug!
Erstens hatte ich drei Kinder um mich rum (eines davon gerade mal ein halbes Jahr alt), zweitens wohnten wir schon recht lange in dieser Wohnung und drittens waren wir keine großen Helden im ausmisten.
Da wir unsere Kinder sehr jung bekommen haben und wir damals noch nicht viel hatten, erst recht kein Geld, haben uns viele liebe Menschen mit Möbeln, Spielzeug, Kinderkleidern, Küchenutensilien,… unterstützt. Zudem ging ich gerne auf Flomärkte und hab auch den ein oder anderen Schatz vom Sperrmüll nach Hause getragen.

Habt ihr so in etwa eine Vorstellung, worauf ich hinaus will?
Natürlich haben wir immer wieder ausgemistet und unsere Wohnung war auch nicht zu voll gestopft.
Das Problem war nur, dass wir alles was ausgemistet wurde, was defekt war, ausrangiert oder einfach nur furchtbar hässlich, auf den Speicher gestellt haben. Gleich neben die Altlasten des Vormieters, der uns auch einige Prachtstücke hinterlassen hat.

Der Umzug ging recht reibungslos über die Bühne… bis…
Bis es an den Speicher ging! Ich hatte keine Ahnung, dass sich so vielen Kisten, Dinge, Kartons, Teppiche, Möbel und noch unzählige Dinge mehr dort oben angesammelt hatten. Gut, es war voll dort oben, aber auf die etwa 80 Quadratmeter hat doch immer noch etwas dazu gepasst.

Ich werde den Tag nicht vergessen, an dem mein Mann, mein Schwiegervater und ich dort oben ausräumten.
Ich saß vor unserem Haus im Hof und habe begonnen „Haufen“ zu bilden:

  • Elektroschrott
  • Sperrmüll
  • Altmetall
  • Altkleider
  • „mit umziehen“
Und ein nicht zu unterschätzender Haufen mit Dingen, von denen ich nicht wusste, wohin damit. War doch eigentlich noch alles zu gebrauchen.
Ich hatte auf dem Hof einen großen Teppich ausgebreitet und sortierte Stunde um Stunde.
Meine Verzweiflung wuchs, als es dann auch noch begann zu regnen.
(Leider gibt es davon kein einziges Foto.)
Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, wäre das ganze nicht so eine traumatische Erfahrung geworden.
Heute habe ich ein System, nach dem ich vorgehe. Ich weiß, wohin ich welche Dinge bringen kann, wie ich meinen „Müll“ sinnvoll los werde und vor allem weiß ich heute auch, wie gut mir das tut!!
Deswegen möchte ich Euch ein paar Tips mitgeben, die es Euch etwas erleichtern, durch Eure Habseligkeiten zu wirbeln:
  1. Nehmt Euch einen überschaubaren Batzen vor. Je nach Motivation und zur Verfügung stehender Zeit. Lieber etwas weniger für den Anfang, dafür aber diese Einheit zu Ende bringen.
  2. Eine Einheit könnte zum Beispiel eine Kommode, ein Regal oder ein Schrank sein. Leichter geht es sogar noch mit einem Regalbrett oder einer Schublade.
  3. Ihr braucht Platz (auf dem Boden, ein freier Tisch,…) um Euch herum, damit Ihr frei arbeiten könnt.
  4. Außerdem braucht ihr einen Müllsack, einen Karton und einen Korb.
  5. Macht es Euch ein bißchen schön: Lüftet zu Beginn noch mal ordentlich durch, das macht wach. Zieht euch was bequemes an und lasst im Hintergrund eure Lieblingsmusik dudeln.
Jetzt räumt ihr Eure Einheit aus. Nehmt jedes Teil in die Hand und überlegt Euch, was Ihr damit machen wollt. 

  • Ist es kaputt, absoluter Käse oder wirklich unbrauchbar (für niemanden), dann steckt es in den Müllsack.
  • Kann man es noch gebrauchen, aber ihr wollt es nicht behalten? Dann kommt es in die Kiste.
  • Ihr wollt das Ding gerne behalten, aber es hat eigentlich ein anderes zu Hause? Dann ab damit in den Korb.
  • Es sieht gut aus, ihr benutzt es regelmäßig und ihr freut Euch über diesen Gegenstand, dann auf den „Behalte“-Stapel.
Nachdem ihr über jeden einzelnen Gegenstand entschieden habt, sollte die Einheit komplett leer sein und all Eure Dinge sind einer dieser vier Kategorien zugeordnet. Ist ist strengstens verboten (!!) weitere Kategorien zu eröffnen.
Und es hilft sehr, zügig zu arbeiten. Macht Euch nicht zu viele Gedanken. Ich entscheide inzwischen fast immer aus dem Bauch.
  1. Als nächstes wird die leere Einheit sauber gemacht: Staub und Flusen ade. Ein feuchter Lappen kann da sicher auch nicht schaden.
  2. Und jetzt Eure „Schätze“ wieder einräumen. Gerne mit System: kleine Schachteln und Kästen helfen beim Ordnung halten.
  3. Den Müll dürft Ihr nun direkt nach draußen bringen. Raus aus dem Haus!! 
  4. Die Dinge aus dem Korb, kommen an ihren neuen (oder ursprünglichen) Bestimmungsort. Ist dort noch nicht gewirbelt? Egal. Erst mal an richtigen Platz verräumen.
  5. Jetzt steht noch der Karton da, mit den Dingen, die ihr nicht liebt, die aber auch zu schade sind zum wegschmeißen… Macht erst mal den Deckel zu.
    Um diesen Karton kümmern wir uns dann ausführlich am Donnerstag. ;o)
Und jetzt genießt Euren Erfolg!!
So könnt Ihr Schritt für Schritt in kleinen überschaubaren Einheiten das ganze Haus durchgehen.
Eigentlich ganz einfach. Oder??

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Hier noch mal die vier Kategorien in der Kurz-Übersicht:
  • Müll (bei uns der 35Liter-schwarze-Restmüllsack)
  • Noch-gut-aber-nicht-behalten-Karton (übrig gebliebene Umzugskartons)
  • Gehört-an-einen-anderen-Platz-Korb (in meinem Fall ein roter Eimer)
  • und natürlich die „Schätze“, die dürfen bleiben!


Dienstag und Donnerstag wird durchgewirbelt

Bevor ich mich bei diesem bombastischen Wetter gleich noch eine Runde nach draußen begebe, genieße ich hier in aller Ruhe die Mittagspause (ohne Kinder) und schreibe Euch noch, was ich mir überlegt habe.
Denn ich hab ja durch meine Ferien gerade jede Menge Zeit zum Nachdenken, organisieren, aufarbeiten,… Und es ist spannend, wie lang die ToDo-Liste immer noch ist!

Nachdem die letzte Woche ja auch so voller (zum Großteil schöner) Termine war und ich zwischen den beiden Sonntagen nicht ein einziges mal zum Schreiben gekommen bin, habe ich diese Mini-Blog-Pause mal genutzt und mich gefragt:
Worüber möchte ich schreiben? Wie soll es hier weiter gehen?
Sehr schnell war die Antwort klar: die steckt nämlich schon im Namen.

Ich werde hier weiter „durchwirbeln“ und wenn Ihr wollt, könnt Ihr daran teilhaben.

Immer dienstags und donnerstags erwartet Euch ab dieser Woche (also schon ab morgen, oh Schreck!) ein kleiner Bereich, den ich durchorganisiert, entrümpelt, von Staubflusen bereit und irgendwie besser gemacht habe.
Vielleicht ist ja die eine oder andere Idee dabei, die Euch nützlich erscheint. Würde mich sehr freuen!

Der praktische Nebeneffekt ist, dass ich so für mich selbst Verbindlichkeit schaffe und mir viele Ecken genauer anschauen werde.

Mein Weg führt mich schon seit langem immer weiter hinein in die Welt des „Einfacheren Lebens“, „Simplify“, „Minimalismus“,… Primär erst einmal das Leben mit weniger Dingen.
Ganz ehrlich, wir haben doch alle viel zu viel Krust, oder? Doch was ist weniger??

Ich meine, dass hier jeder für sich schauen muss, was wirklich wichtig ist, was unverzichtbar und was einfach nur schön!

Leiten lasse ich mich von meinem Lieblingszitat:


(Dieses wundervoll gestaltete Zitat könnt ihr hier (klick) runterladen.)
Auf jeden Fall ist das mit einem Mann und einer Kinderschar im Hintergrund sicher etwas anderes, als wenn man als Single durch die Welt tingelt und nur aus einem Rucksack leben kann (auch wenn sich das gerade verdammt attraktiv anhört!).
Ich bin sehr gespannt, wohin uns diese Reise noch bringt.
Aber eines weiß ich, dass ich keine einzige der Kisten bereue, die bisher unser Haus verlassen hat. Je weniger wir hier rumstehen haben, und das ist wahrlich immer noch mehr als genug, desto leichter fühlt es sich an.
Es entsteht mehr Raum für die wichtigen Dinge… 
Und der praktischste Nebeneffekt von allen: Ich brauche wirklich viel weniger Zeit zum Aufräumen und Putzen! Mir fallen auch auf Anhieb mindestens sieben Dinge ein, die ich mit dieser gewonnenen Zeit tun könnte. ;o)
Zum Beispiel schon mal überlegen, mit welchem Bereich in beginnen möchte,…