Stehrumchen und Staubeinchen

Habt Ihr in eurem zu Hause auch eine kleine Armee von „Stehrumchen und Staubeinchen“?
Ein Freund hatte rumstehenden Schnickschnack mal so bezeichnet. Und mir gefällt es äußerst gut!

Mein Mann und ich sind entzückt, wenn möglichst viele Oberflächen, wie Fensterbänke, Tische oder Regale leer sind. Wir finden ein Raum wirkt viel ruhiger und einladender, wenn möglichst wenig herumsteht.
Das soll nicht heißen, dass alles steril ist, gar nicht. Aber eine einzelne Kerze auf der Kommode oder ein frischer Blumenstrauss auf dem Tisch kommen alleine viel besser zur Geltung und geben dem Raum dennoch eine persönliche, gemütliche, bunte Note.
Es ist ein nicht enden wollender Kampf gegen das Chaos. Stehrumchen und Staubeinchen sammeln sich unglaublich schnell an. Manchmal glaube ich fast, dass nachts ein Kobold hier hereinschleicht und gezielt hier und da Dinge stehen lässt. Und wo mal ein, zwei Dinge stehen, sammelt sich auch ganz schnell mehr an.
Und ich meine nicht dreckige Gläser und schmutzige Taschentücher, die einfach „vergessen“ wurden. Hier geht es um den harten Stoff: Erinnerungsstücke, gebastelte Schätze der Kinder, Mitbringsel aus dem Urlaub, ungelesene Bücher,…
Wir sind sicher noch nicht die Weltmeister der freien Flächen, aber ich möchte ein paar Tips loswerden, die uns geholfen haben:
  • Ich hasse Staubwischen! Und je mehr rumsteht, desto schwieriger gestaltet sich das ganze. Das alleine war für mich schon genug Motivation, dem Krust den Kampf anzusagen.
  • „Jedes Ding braucht einen Platz!“ Das ist so eine Floskel, die man immer wieder hört. Hey Leute, aber es ist so wahr!! Wenn etwas rumliegt, dann hat es entweder kein zu Hause oder jemand hat nicht aufgeräumt. ;o) 
  • Dinge wie Fernbedinungen, Zeitschriften, Taschentuchpackungen,… müssen nicht mitten auf dem Tisch liegen. Viel besser ist ein Platz im Regal, in einem Korb oder einer Schublade –  unsichtbar.
  • Macht doch mal den Test und sammelt alles (wirklich alles) was rumliegt, rumsteht und auch rumhängt ein und schaut Euch dann mal das Zimmer an. Ist es nun kahl?
    Und jetzt stellt nur die Dinge zurück, die Euch wirklich gefallen oder die permanent benutzt werden. Na, wie fühlt sich das an? Kommen die Schätze nun nicht besser zur Geltung?
  • Und der Rest??  Aufräumen oder Wegschmeißen! Macht regen Gebrauch von eurem Mülleimer und der „Weg-damit-Kiste“. Hier (klick) habe ich noch einiges mehr zum Loswerden des Krimskrams geschrieben.
  • Wenn ihr eine Oberfläche leer geräumt habt, dann kämpft für diesen Freiraum. Sobald sich etwas dorthin verirrt, sofort entfernen. Wenn ihr merkt, wie gut das tut, dann wird sich diese freie Fläche ja vielleicht vermehren und ausbreiten?
  • Ihr seid nicht verpflichtet den hässlichen PorzellanDelfin aufzustellen, den euch eure Großtante aus dem Urlaub mitgebracht hat. Wirklich nicht!! Lasst ihn gehen, ich bin mir sicher, jemand anders freut sich viel mehr über ihn.
  • Stehen bei Euch auch zu Dekozwecken so viele Kerzen rum? Egal wie schön sie sind: Anzünden! (Einzige Ausnahme bei uns sind die Taufkerzen.) Kerzen sind dazu gemacht zu brennen und Euch abends mit ihrem Licht zu erfreuen. Wenn Ihr eine Menge Kerzen habt, verstaut den Großteil in einer Kiste und brennt sie nach und nach ab.
Natürlich gibt es auch Dinge, die wir gerne ausstellen wollen, die wir gerne betrachten und die uns jedes mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn unser Blick auf sie fällt. Diese Dinge dürfen natürlich bleiben und verdienen einen ganz besonderen Platz!!
Und was ist mit den ganzen gebastelten Kindersachen? Dazu gibt es nächste Woche einen eigenen Post. An alle Eltern, verzweifelt nicht, es gibt eine Lösung!

Und nun sagt Stehrumchen und Staubeinchen „AufNimmerWiederSehen“.

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