WirbelDonnerstag: Zu gut für den Müll

Tja, und da ist er wieder. Der Karton mit all den Dingen, die wir nicht behalten wollen, die aber wirklich noch zu gut sind, um sie wegzuschmeißen.
Je nachdem, was Ihr für eine Einheit durchgewirbelt habt, können dies auch sehr unterschiedliche Sachen sein: Kleidung, Bücher, Geschirr, Spielzeug,…

Bei vielen dieser Gegenstände, fällt uns die Trennung auch deswegen so schwer, weil wir für sie mehr oder weniger viel Geld ausgegeben haben. Und nun einfach weggeben? Deswegen hier zuerst ein mal ein paar Ideen, wie ihr doch noch etwas Geld für Eure Sachen bekommen könnt:

  • Wer Zeit und Lust hat, kann manche Gegenstände auch wieder verkaufen. Hier bieten sich Seiten wie  eBay (oder eBay Kleinanzeigen) an. Doch würde ich das nur empfehlen, wenn sich mit den Dingen auch wirklich noch etwas verdienen lässt. Der Aufwand mit Reinstellen, Verpacken und Verschicken ist doch relativ groß.
  • Oder wie wäre es, ein paar der „Ist-noch-gut-aber-nicht-behalten-Kartons“ im Keller zu stapeln und dann einen lustigen Samstag auf dem Flohmarkt zu verkaufen? Gerne mit der besten Freundin, dann macht es noch mehr Spass!
  • Bücher, CD´s und DVDs kann man recht einfach über rebuy.de oder momox.de verkaufen. Hier sieht man auch gleich, wie viel jedes Teil wert ist. Das geht wirklich schnell und hier macht „Kleinvieh eben auch Mist“.
  • Und für gebrauchte Kleider kann ich kleiderkreisel.de empfehlen.
    Oder einfach mal im Second-Hand-Lagen nachfragen. (Ja, die gibt es immer noch!)
Wir verkaufen hier äußerst selten Dinge. Der Aufwand ist  groß und es gibt immer jemanden, der sich freut, wenn man die Sachen einfach so vorbeibringt:
Hier die kleine „Verschenke-Liste“:
  • Erwachsenen Bücher: Bei uns gibt es öffentliche Bücherregale, in die man seine Bücher einfach reinstellen kann und dafür, wenn man möchte, ein anderes wieder mitnehmen kann. Das Prinzip finde ich fantastisch.
    Oder Ihr fragt in Eurer Bibliothek nach, ob die Interesse an (aktuellen) Büchern haben. Das hat den Vorteil, dass ihr sie euch auch jederzeit wieder ausleihen könnt.
  • Kinder Bücher: Fragt in Klinikambulanzen oder Arztpraxen nach. Oft werden Kinderbücher dort sehr dankbar für die Wartebereiche entgegengenommen. (Und die kleinen Patienten macht ihr damit auch noch glücklich!)
  • Kleider: Ich bin kein Freund der Container für Altkleider. Ich weiß nicht, was an den Gerüchten dran ist, aber ich habe irgendwie kein so gutes Gefühl dabei. (Es sei denn es handelt sich um alte Socken oder löchrige Handtücher).
    Deswegen bringe ich unsere Kleider zu einer caritativen Einrichtung. Hört Euch mal um. so etwas gibt es bei Euch in der Gegend sicherlich auch!
  • Kinderspielzeug: Fragt im Kindergarten nach oder hängt dort eine Liste aus. Ist doch toll, wenn Dinge von mehreren Kindern bespielt werden.
  • Nette Kleinigkeiten: Ich habe eine „Verschenke-Schublade“. Dort hinein kommt alles, worüber ich stolpere und mir sofort jemand einfällt, der sich darüber freuen könnte. Zum Beispiel ein Buch, das mir zwar gefallen hat, ich aber nicht mehr lesen möchte? Zack – Post-it mit Namen der Freundin drauf und ab in die Schublade. (Und nicht vergessen, hin und wieder auch ein paar der „Geschenke“ an ihre Adressaten zu überreichen.)
Und jetzt kommt mein ultimativer Geheimtipp! Hätte ich das früher gewusst, wäre mir so manche „Oh-Gott-wohin-damit-Unsicherheit“ erspart geblieben.
Bei uns in der Stadt gibt es mehrere Second-Hand-Kaufhäuser. Meines heißt „Fairkauf“.
Dies ist eine Einrichtung die von Langzeitarbeitslosen betrieben wird. Man kann dort jederzeit ganze Kisten gut erhaltener Dinge abgeben. Dort werden die Dinge noch einmal gesichtet (aber erst, nachdem ich weg bin) und in ihrem Kaufhaus wieder zum günstigen Preis angeboten.
Das herrliche ist, dass dort fast alles angeboten wird: Möbel, Kleider, Schuhe, Spielzeug, Schmuck, Bücher, CDs, Geschirr, Dekokram,… Das heißt für mich, ich werde auch fast alles los. Die gesamte, gemischte Kiste kann ich einfach dort abgeben.
Jedes mal, wenn ich dort einen Kofferraum voller Dinge hingebracht habe, fühle ich mich doppelt gut. Erstens, weil ich den Kram ein für allemal los bin und zweitens, weil ich damit tatsächlich noch jemandem eine Freude machen konnte.

Und wer noch mehr über dieses tolle Konzept erfahren möchte, der bekommt in 
dieser Broschüre (-> klick)noch mehr Infos und hoffentlich auch Motivation zu spenden.

So schön kann es also sein, seine Dinge loszuwerden. ;o)

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