Endspurt! Und was für einer…

Es gibt Tage, an denen stehen so viele Termine in unserem Familienkalender, dass sie nicht mal auf einer Seite auf meinem Display angezeigt werden können. Dies waren ein Großteil der Termine unseres Tages.

Und immer an solchen Tagen kommt natürlich auch noch was dazwischen.

Wir hatten auch schon mal die Idee, uns T-Shirts drucken lassen mit der Aufschrift:

Irgendwas is immer!

So auch heute.
Und um mir mal klar zu machen, dass es völlig gerechtfertigt ist, dass ich nun rechtschaffen müde bin und ich die Ferien so was von verdient habe, versuche ich mal, meinen Tag Revue passieren zu lassen:

  • Als ich um viertel vor sieben das Haus verlasse, ist der Tag schon eine Stunde alt. Ich habe sowohl mich, als auch mehrere Vesper gerichtet, die Schuhe meines Sohnes noch schnell imprägniert (denn der macht heute nen Ausflug), den Hausschlüssel gesucht, Tee gekocht und mit der Tochter diskutiert, warum sie denn noch nicht gepackt hat, wenn sie heute doch schon direkt nach dem Mittagessen auf eine Übernachtungsparty will. („Ich hab doch heute schon um 11 Schule aus, da hab ich noch genug Zeit.“ Mensch Mutter!)
  • Ich schiebe die Kinder aus dem Haus, schnappe meine sieben Sachen und gehe selber auf den Zug in Richtung Pädagogische Hochschule. Vorher noch zwei Adventskalender-Türchen verteilen (dass erklär ich ein anderes mal), zwei nette Menschen umarmt und so dem Morgen noch einen sehr schönen Augenblick gegeben.
  • An der Hochschule angekommen, steht erst noch ein Telefonat beim Kinderarzt an, ebenso ein verzweifelter Anruf bei meinem Mann, da ich ein wichtiges Dokument vergessen habe. Ob er es noch nach mailen könnte. Tut er. – Oh, Dokument doch dabei, prima, Mann umsonst gestresst.
  • Jetzt erst mal Vorlesung. Eigentlich von 8-13 Uhr, ich verabschiede mich aber schon um 10Uhr, da ich noch einen wichtigen Termin auf dem Landratsamt habe. 
  • In der Straßenbahn mein superspannendes Hörbuch weiter gehört und vor lauter Mitfiebern meine Haltestelle verpasst… OK, dann gibt es wohl einen kleinen Spaziergang.
  • Auf dem Amt, muss ich eigentlich nur ganz kurz einen Antrag abgeben. Aber zuerst ist der Sachbearbeiter zwanzig Minuten am Telefon. Und Schließlich komme ich nach fast zwei Stunden, vielen neuen Informationen und wieder mit dem Antrag aus dem Amt raus. Manchmal kommt es doch anders als man denkt.
  • Den Zug nach Hause habe ich dadurch gerade verpasst. Den Mann angerufen und den Kindergartenabholservice organisiert. Das Töchterlein angerufen um heraus zu bekommen, wann sie denn nun im Nachbardorf sein müsse, für den Geburtstagsübernachtungsausflug. Aha, also um 14.30 Uhr.
  • Nicht nur aha, sondern auch Problem. Wie soll ich gleichzeitig das eine Kind dort hinfahren und  bei der Ballettaufführung der Kleinsten dabei sein??
    Zum Glück hab ich die tollsten Freunde der Welt, die ich einfach mal schnell anrufen kann und die sofort einspringen und mir aus der Patsche helfen. DANKE! Taxiservice organisiert. Check.
  • Gut, viel zu spät, aber endlich zu Hause, hat mein Sohn schon zwei Kumpel da, die recht geräuschintensiv spielen.
    Die Kleinste Maus wird mit Müsli abgespeist, denn zum Kochen habe ich wirklich keine Zeit mehr.
  • Hat denn die Große auch an Schlafsack und Isomatte gedacht? Alles fertig gepackt? Noch keine Isomatte, ja brauchst du die denn? Ja.
    Also rauf auf den Speicher und die Matte geholt. 
  • Ah sehr gut! Wenn ich schon hier oben bin, ich brauch eh noch ein Schrottwichtelgeschenk für den Abend. Da werde ich sicher gleich fündig. Wow, und was für ein Schatz!! ;o)
  • Also los, Umziehen (also den Zwerg, nicht mich) Haare machen und ab ins Ballett. Die letzte Stunde vor den Ferien dürfen nämlich immer die Eltern mit dabei sein. Schön!
    Mal abgesehen von den Tanzkünsten unseres Töchterleins hat mir besonders gut die live Klavierimprovisation über alte, klassische Weihnachtslieder gefallen. Schon toll, wenn die Tänzerinnen noch auf dem Flügel begleitet werden.
  • Ballett fertig. Ab zum Flöten… ach halt. Erst noch die Jungs an die frische Luft setzen, die sind ja noch zu Hause. Die könnten jetzt ruhig etwas Bewegung in ihr Mittagsprogramm einbauen.
    Ach stimmt. Die haben ja auch noch Hunger. Ganz schnell was gezaubert. Nun aber raus!
    Und ja, ihr braucht eine Jacke, es ist kalt. Ja, auch ihr Gastkinder. Und nein, ihr dürft nicht mit dem Skateboard ohne Helm fahren. Und nein, auch die Gastkinder nicht. Und ja, ihr dürft Euch was Süßes kaufen. Und nein, ich hab keine fünf Euro für Euch. Nun aber wirklich raus.
  • Also Flötenkind abgeben, klären, dass die musikalischen Mäuse hinter her zu uns nach Hause zum Spielen kommen sollen (da wechseln wir jede Woche ab).
  • Während dessen in den Hofladen flitzen und Brot und Unmengen an Äpfeln kaufen.
    Den Kater streicheln und tief durchatmen.
  • Dann schnell an den Rechner, diese Überweisung muss dringend gemacht werden.
    Und dann einmal durch das untere Stockwerk wirbeln… wie sieht es denn hier schon wieder aus??
  • Die Mädels sind da zum Spielen, auch die Jungs kommen wieder vom Schulhof. Die Geräuschkulisse steigt.
    Es klingelt an der Tür. Davor steht ein freundlicher junger Mitarbeiter der Post mit einem großen Stapel Pakete. Die Jungs öffnen die Türe, sehen die vielen Pakete und strahlen: „Der Weihnachtsmann!“ ;o) Leider nix spannendes für sie dabei.
  • Mit dem Mann (also dem eigenen, nicht dem der Post) noch was besprechen, das Wichtelgeschenk einpacken, die Küche fertig machen und die zwei Kleinen für den „Lebendigen Adventskalender“ fertig machen. Wie, die Jüngste hat sich immer noch nicht umgezogen… jetzt aber zackig. 
  • Durch das dunkle Dorf laufen, mit lieben Menschen Adventslieder singen, eine Geschichte hören und dann den Heimweg durch den Wind und die Dunkelheit antreten.
  • Zu Hause dem Mann die Kinder übergeben und zur Weihnachtsfeier des Mädelsstammtisches pilgern..
Und ab hier beginnt der gemütliche Teil und der lustige.
Und genau da, da haben auch meine Weihnachtsferien begonnen. Herrlich!
Und der Rest? Der ganz normale Wahnsinn!!!

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