Kettenkarussell

Ich habe lange überlegt, mit was ich Euch denn nach einer so langen Pause wieder begrüßen könnte. Vielleicht mit einem zweieinhalb-WochenGlückBlick? Aber ich habe in der ganzen Zeit fast keine Fotos gemacht… (obwohl durchaus viel passiert ist ;o).
Oder ich könnte gleich mal mit „3/4 von mir“ einsteigen… aber auch davon lasse ich lieber die Finger und schaue, ob ich bis Sonntag nicht noch ein bißchen Schadensbegrenzung betreiben kann.



Und dann bin ich über dieses Bild gestolpert, es ist am Wochenende entstanden, da hat nämlich unser allerliebster Freizeitpark seine Tore für die neue Saison geöffnet und wir haben den herrlichen Sonntag gleich genutzt und einen tollen Familientag dort verbracht.
Und wieso nun gerade das Kettenkarussell? Weil mir dazu ganz spontan was in den Sinn kam:
  • Unsere Jüngste hat sich zum ersten mal ins Kettenkarussell getraut. Erst wollte sie nicht so richtig, aber mit Papa ging es dann doch. Und schließlich hat es ihr so gut gefallen, dass es ihr Herzenswusch war noch einmal zu fahren. Und so ist sie mit ihrer Schwester kurz vor dem nach Hause gehen noch eine Extrarunde gewirbelt.
    Manchmal kosten neue Dinge nämlich eine Menge Überwindung, aber wenn man sich nicht traut, kann man auch eine ganze Menge verpassen!!
  • Jetzt ist es dann vorbei, mit Bummelbähnchen fahren. Unsere Kleinste wird groß und nicht nur sie: In diesen zwei Wochen hat sie ihren ersten Zahn verloren, meine Große ist das erste mal mit dem Rad in die Schule geradelt (ca. 10km), die drei waren das erste mal einen ganzen Abend alleine und wir nicht in „Rufweite“ (so mit sich selber ins Bett bringen und Co), die Zusage für die neue Schule unseres Mittleren kam,…
    Das Leben dreht sich immer weiter (machmal fast ein bißchen schnell!)
    Meine Erkenntnis: Nicht zum nächsten Fahrgeschäft linsen, sondern die Fahrt jetzt und genau in diesem Augenblick genießen!
  • Meine Wochen gleichen gerade einer solchen Kettenkarussellfahrt. Montag morgen: es geht los, kaum Zeit die Augen zu öffnen, schon bin ich mitten im Alltag, Kinder wecken, Vesper richten, ab zur Arbeit. Ich fliege hoch und höher… Essen machen, Mittagsprogramm, schnell noch einkaufen und eine Maschine Wäsche waschen. Der Fahrtwind pfeift mir ins Gesicht. Elternabend, tanzen, Wochenplanung mit dem Mann. Auto waschen gehen, Fußballspiel, Geburtstagsbruch… was die Fahrt ist schon vorbei? Die Woche rum? Aber ich wollte doch noch bloggen, ausmisten, ein Buch lesen, Zeit mit meinem Lieblingsfreunden verbringen.
    Was und schon wieder Montag? Neue Fahrt, losgedreht, hochgewirbelt…
Wow! Das geht so rasant!! In 12 Tagen ist Ostern. 

Ich muss mir eingestehen, dass ich nicht alles schaffe. Nicht das Praktikum, den (fast) perfekten Haushalt, bewusste Zeit mit den Kindern, ausmisten, bloggen, Zeit mit wichtigen Menschen, Sport,… 
Die Stunden sind gerecht verteilt, jeder hat 24. Und ich behaupte, ich nutze meine schon recht sinnvoll… aber alles geht einfach nicht. Aber was weglassen??

Mein Lieblings-Mann meinte, ich solle all die Dinge, die ich machen will und muss mal zu Papier bringen und mich dann nicht fragen: was könnte ich streichen (denn eigentlich will ich davon nichts streichen), sondern, auf was kann ich auf keinen Fall verzichten:

Diese Sichtweise macht einen gewaltigen Unterschied und plötzlich ist mir klarer geworden, was mir jetzt im Moment wirklich wichtig ist.
Und leider gehört dieser Blog nicht zu den Top drei… nicht das er mir nicht wichtig wäre oder mir keinen Spass macht, im Gegenteil! Aber das fast tägliche schreiben, wie in den ersten drei Monaten werde ich nicht durchhalten können. 
Deswegen etwas seltener, aber dafür mit um so mehr Liebe! Versprochen!!
;o)

Die Fahrt für diese Woche hat schon wieder begonnen, neben mir jauchzt meine süße, kleine vor Vergnügen, die Großen winken mir zu und ich versuche diese Fahrt – diese Woche – bewusst zu genießen. Und die nächste Runde auch und die danach noch mehr…




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1 Kommentar

  1. Du hast so recht, das Leben dreht sich so schnell und wir müssen teils schauen dass der Kopf oben bleibt und nicht plötzlich kurz unter Wasser steckt.

    So bleibt auch bei mir das ein oder andere hin und wieder mal auf der Strecke oder so wie gleich, muss ich noch in die Waschküche und Wäsche aufhängen.

    Aber es sind einfach auch die schönen Momente im Leben wo man gerne was anderes mal liegen lässt und das ist es in dem Moment auch wert.

    Grüße aus der Heimat

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