Warum ich gerne mit dem Zug fahre



Also ich heute morgen am Bahnhof saß und auf meinen Anschlusszug gewartet habe, kam mir so ein Gedanke: Wie sehr ich es genieße morgens mit der Bahn zu fahren! Klar, mit dem Auto würde es sicher schneller gehen, aber…


Und genau diese „aber“ haben mal ein paar wertschätzende Zeilen verdient.




  • Es ist so friedlich morgens durch das noch dunkle Dorf zum Bahnhof zu gehen. Hier und da ein mürrisches „Morgen“, sonst hört man nichts. Im Frühling hört man die ersten Vögel trällern und im Sommer ist die Luft noch so wunderbar klar und kühl.
  • Der Weg zum Bahnhof (und das ist bei mir etwa eine Viertelstunde) macht wach! Bewegung, frische Luft, Zeit um sich auf den neuen Tag einzustellen.
  • Der Zug ist meistens ziemlich voll. Und ich liebe es die Menschen darin zu beobachten. Manche lesen Zeitung, manche duddeln auf ihrem Handy rum, andere starren aus dem Fenster… was die ältere Dame mir gegenüber wohl gerade denkt??
  • Das Highlight ist dann der Hauptbahnhof, hier muss ich umsteigen. Und nicht nur ich! Dieses Gedränge, diese Menschenmassen, die sich alle ohne ein Lächeln den Weg durch die Menge bahnen. Zur Arbeit, zur Straßenbahn, auf den nächsten Zug,…
    Und jeder einzelne ist wichtig, jeder ist einzigartig! Ist das nicht absolut unglaublich??
  • Wenn man viel Glück hat und das hat man meistens eher mittags, selten morgens, dann darf man Teil eines intensives Gesprächs anderer Fahrgäste werden.
    Das sind oft belanglose Dinge, manchmal sind diese aber auch herzerwärmend oder völlig absurd. Doch ich finde, man kann so eine ganze Menge über „die Menschen“ lernen.
  • Natürlich kann man auch Geld sparen, wenn man ab und zu auf das Auto verzichtet.
  • Auch nützliche Dinge, wie die Mail-Inbox könnte man aufräumen, aber das tue ich lieber zu Hause. Da ist das Zugfahren doch viel zu schade für. ;o)
  • Mit das Schönste ist es jedoch Musik zu hören. Wie selten nehme ich mir zu Hause Zeit mich hinzusetzten und einfach schöner Musik zu lauschen (und damit meine ich ohne nebenher die Spülmaschine auszuräumen oder ähnliches.) Und wie sehr kann ich es genießen, dass ich beim fahren mit dem öffentlichen Nahverkehr die Verantwortung komplett abgeben kann, um statt dessen einfach nur dazusitzen und meinen Lieblingsliedern zu lauschen.
  • Das gleiche gilt natürlich für das Lesen. Wie viele fantastische Bücher hätte ich noch nicht gelesen, hätte ich nicht so viel Zeit im Zug oder Bus verbracht (oder das Warten auf selbige).
    Ich erlaube mir auch zu stressigsten Unizeiten, wenn sonst nur Fachliteratur auf mich wartet, die Zeit im Zug für mich zu nutzen um etwas zu lesen, was mir Freude macht.
Liebe Leute. Das wollte ich mal loswerden. Und übermorgen darf ich wieder um kurz vor sieben zum Zug stapfen und wisst ihr was? Ich freu mich jetzt schon drauf!!

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